Eier

Ja, da erinnere ich mich, immer wieder, an eine, ziemlich, lustige Geschichte, welche ich Euch unbedingt erzählen muss.

Es war auch so zum Ende der 80.-Jahre. Die Kommunisten hatten wieder, so zu sagen, das „Tauschgeschäft" eingeführt. Wenn man ein gewisses „Produkt" erwerben wollte, so musste man ein anderes „Produkt" abgeben und dann, noch, den dazugehörenden Preis zahlen.
Wenn man nun, in dem einzigen Wirtshaus im Ort, eine Flasche Bier trinken wollte, so musste man für „jede" Flasche Bier ein (sage und schreibe) „Ei" abgeben!
Es hatte sich auch schon im Dorf herumgesprochen das die „Feldarbeiter" plötzlich einen riesigen Appetit auf Eier haben und deren Frauen müssten jeden Tag 2-3 gekochte Eier zum Pausenbrot der Männer dazugeben.

Irgendwann, durch Zufall, fiel dem Wirt ein Ei auf den Boden und da merkte er das dieses Ei, ja, „gekocht" war. Er kontrollierte, daraufhin, mehrere von den „abgegebenen" Eier und stellte fest das, wahrscheinlich, der größte Teil dieser Eier „gekocht" waren. Weil er aber diese „gekochten- Eier" durch „rohe- Eier" aus „eigener Tasche" hätte ersetzen müssen und wer weiß wie viele schon „so" an den Staat abgegeben worden sind, vergaß er den „Zufall" ganz schnell wieder und alles lief „normal" weiter. Außerdem; Wer sollte, dauernd, die Eier kontrollieren ob sie „roh" oder „gekocht" sind?
So kam es, das so mancher „Bürger" sich wunderte wenn er „frische Eier" gekauft hatte und plötzlich „gekochte Eier" auf dem Tisch waren. „Reklamieren" konnte man „dort" sowieso nicht.

Ich bin überzeugt: Das war nicht nur bei uns im Dorf so ein „Zufall"!

Helmuth Ganzer

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